Jochen hat Gesellschaftersitzung einberufen.
Hat die Lage geschildert.
Hat eine klare Deadline gesetzt:
Wenn wir bis zu einem bestimmten Datum niemanden finden – schließen wir.
Zwölf Monate klassische Suche.
Agentur für Arbeit. Freundeskreis. Printmedien.
Alles, was früher funktioniert hat.
Ergebnis?
Null. Null. Null.
Nicht wenige Bewerbungen. Nicht schlechte Bewerbungen.
Null verwertbare Bewerbungen.
Und parallel dazu: der Alltag.
Jochen hat studiert. Automobilmarketing. Die Betonung liegt auf Marketing.
Sein ganzes Berufsleben hat er Kunden gewonnen.
Und dann musste er seinen Mitarbeiterinnen sagen:
Wir nehmen keine Neukunden mehr an.
„Das geht dir so an die Nieren, das geht dir so an die Nerven. Das macht dich psychisch und dann letztlich auch körperlich fertig."
Drei bis vier Stunden Schlaf. Nicht durchgehend.
Kunden, die ihn fragen: „Staudenmayer, sind Sie krank?"
Das war die Klippe, auf der er stand.
Wie er den Schritt gemacht hat?
Jochen ist kein Mensch, dem man leicht etwas verkauft.
Schwabe. Unternehmer. Vorstandsmitglied seiner Innung.
Was ihn überzeugt hat?
Keine Versprechen. Keine Hochglanzpräsentation.
Zwei Dinge:
✓ Die Empfehlung des BSSA – und er weiß, dass dort nicht irgendwer sitzt
✓ Ein erstes Gespräch, in dem die Chemie sofort gestimmt hat
„Die beim BSSA sind die Besten von uns. Sonst würden die ja nicht gewählt werden. Und wenn die Besten von uns sagen, guck dir das mal an – dann muss man schauen, was dahinter steckt."
Was dann passiert ist
Karriere-Seite. Fotos. Video. Kampagne.
Jochen, der nie eine Personalabteilung hatte.
Jochen, der nie Zeit hatte, sich darum zu kümmern.
Jochen, der vorher nicht mal wusste, wie man das professionell aufzieht.
Plötzlich: sichtbar. Für die richtigen Menschen.
Nicht für Bewerber aus dem Ausland ohne anerkannte Ausbildung.
Nicht für die, die überall klingeln und nirgends passen.
Sondern für Mechaniker, die Bock haben.
In seinen Worten:
„Was auch immer ihr euch da vom Algorithmus rausgekugelt habt – das klappt. Ihr bringt tatsächlich Leute aufs Tapet, die Bock haben."
Drei neue Mitarbeiter. Über das System.
Einer davon: steht jeden Morgen um 7:05 Uhr hinter Jochen und fragt, welches Auto als erstes dran ist.
„Da müssen Sie sich teilweise erst mal daran gewöhnen."
Heute?
Keine Gesellschaftersitzungen mehr mit Ultimaten.
Keine schlaflosen Nächte.
Keine Kunden, die ihn fragen, ob er krank ist.
„Es ist wieder so wie früher. Dass du nicht mit einem Fragezeichen morgens ins Geschäft kommst. Es ist entspannter. Es ist verlässlicher."
Und die Karriere-Seite?
Bleibt online. Für immer.
Weil Jochen weiß: Man weiß nie, was morgen kommt.
Was er Ihnen sagen würde?
Jochen hat eine direkte Art.
Das merkt man im Video.
Er vergleicht es mit einem Dachdecker:
Wenn es reinregnet, ruft man einen Profi. Man legt sich nicht selbst aufs Dach.
Und er sagt:
„Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest – steig ab."
Jochen empfiehlt das System.
Nicht weil wir ihn gebeten haben.
Wenn er nicht zu 100 % dahinterstehen würde – er hätte es nicht getan.